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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
268
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26g Itl. Abtheilung. VI. Kapitel.

me durch den Schatten machenden Körper begleitet. DasThermometer oben an der Stange wurde ohne Zweifelvon den Sonnenstrahlen getroffen; aber ich weiß ausErfahrung, daß diese Strahlen die Kugel einesO.ueksilberlhermometers nicht merklich erwarmen;ohne Zweifel, weil sie wie ein Spiegel wirkt, und die-selben rcfleknrt. Ich habe mchrmalen erfahren, daß,wenn ich von weitem mit einem Finger auf die Ku-gel des Thermometers Schatten warf, es nichtmerklich stel: es erhielt also zuvvr nur die Warme derLuft selbst, ob es gleich von den Sonnenstrahlen ge-troffen wurde. Der Schatten eines großen Körperswirkt auf eine andre Art; der Körper selbst und die be-schattete Erde entreißen der Luft die Wärme. Was diesvon der Stange beschattete Thermometer betrift, wel-ches i oder 2^ niedrigerstand, als das an verän-dern Seite in derselben Hohe, wenn die Luft vonden Sonnenstrahlen durchstrichen wurde; so ge-schieht dies, weil der Schatten um das erste herum großgenug war, daß die es umgebende Luftwaffe, welchenicht von den Sonnenstrahlen durchstriche» wurde,merklich weniger heiß war, als die Theile die sie durch-strichen. Die beyden Thermometer 5 und §O Fuß vonder Erde, druckten also jedes die Temperatur der Luftin ihrer Höhe aus; und dennoch, mitten im Sommer,wenn die Erde auf 45° des Thermom. erwärmt war,war die Luft 5 Fuß über der Erde nicht wärmer als bey50 F., und wen» sie auf der andern Seite der Stan-ge 1 bis 2° warmer War, so geschieht dies, weil dieLuft hier von den Sonnenstrahlen durchstrichen wurde."Ich fügte darauf einige Betrachtungen hinzu, die sichauf den Unterschied in der Wirkung der Sonnenstrah-len auf die mehr oder weniger dichte und mir Dünstenvermischte Luft bezogen, um zu zeigen, daß dieser schon

sehr