264 III. Abtheilung. VI. Kapitel.
ist eine besondre Durchsichtigkeit; der Himmel erscheinthier von ins Schwarze fallender blauer Farbe. Und darinnbin ich vollkommen mit Herrn de Luc gleicher Meinung,welcher sehr auf dieser Ursache von der Wärme der Luftin den Ebnen besteht." Herr von Sciusslire nähert sichalso sehr meiner Idee über die Ursache von der geringenWarme der Luft oben auf den Gebirgen; wenigstensin Rücksicht des unmittelbaren Umstandes der hier dengrößten Einfluß hat. Es bleibt aber noch immer zuentscheiden übrig, welchen Theil die Natur der Son-nenstrahlen an diesem Phänomen habe; daher ich jetztdiesen Gegenstand abhandeln will.
Fünfter Abschnitt.
Von der geringern Wärme der obern Schichten der Atmo-sphäre, in Vergleichung mit den untern.
§. 78-?.
Das Phänomen von der Abnahme der Warme, sowie man sich in der Atmosphäre erhebt, ist bekannt ge-nug; aber dennoch schwer zu bestimmen. Es giebtgroße Verändrungen in den Unterschieden der Wärmezwischen verschiedentlich hohen Oertern: dies habe ichbey meinen Versuchen zur Messung der Höhen durch dasBarometer erfahren, während welcher ich die Luft sogarzuweilen in der Ebne kälter als auf dem Gebirge fand.Man kann diese Unterschiede in den Tafeln meiner Beob-achtungen auf dem Gebirge von Salevc sehen; und ichhabe ähnliche in größern Höhen erfahren. Ich empfandeinmal z. B. eine große Hitze, wie ich im Januar über denSt. Bernhard gieng; da ich auf einer andern Reiseim Julius, nachdem ich im Val - ckuorre eine große Hitzeerlitten, mich mit Vergnügen dem Feuer näherte, als
ich