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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
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255
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Meteorologische Betrachtungen des Lichts. 255

Schichten der Luft gegen die untern angeht, auf denfolgenden verschiebe. In Absicht des erster» Gegenstan-des, sagt Herr von Sailssure (§. 9z 1):" Ein sehr be-kanntes Faktum, und welches nach meiner Meinungsehr stark beweist, daß die Kraft der Sonnenstrahlenan sich selbst betrachtet, und unabhängig von den Ursa-chen der äußern Erkaltung, auf den Gebirgen eben sogroß sey, wie in den Ebnen, ist, daß die Wirkung derVrenngläser und Brcnnspicgel in jeder Höhe dieselbe ist.Dies ist einer der ersten Versuche, den ich in einem Al-ter von 14 bis 15 Jahren auf den Gebirgen angestellthabe. Ich suchte zu Genf ein Vrennglas, das klein ge-nug sey, um grade nur die hinreichende Kraft zu haben,Zunder anzuzünden; ich trug darauf dasselbe Glas undZunder in die Höhe von Saleve; und ich sahe hier die-selbe Wirkung sogar noch schneller entstehen, als auf derEbne. Herr de Luc läugnet dieses Faktum nicht, er ver-muthet im Gegentheil, daß die Kraft der Brennpunktein einer verdünnten Luft immer stärker werden müsteweil die Sonnenstrahlen durch Reflexionen undRefraktio-ncn weniger zerstreuet würden. (§. 9Zi)" Diesdenke ich in der That, und es beweist der Versuch desHerrn von Saussure, so wie die Versuche aller Phy-siker, welche der Sonnenstrahlen auf der Ebne nöthighaben. D. Prieftley hat oft bey seinen Versuchen mitdem Brcnnspiegel bemerkt, daß, obgleich keine Wol-ken da waren, und die Luft durch die Sonnenstrahlensehr erwärmt war, sie im Brennpunkte wenig Krafthatten, weil sie beym Durchstreichen der Luft sich starkverminderten. Herr von Saussure und ich sind alsoüber dies Faktum einig; es folgt aber daraus kein Ein-Wurf gegen mein System. Alle eigenthümlichen Wir-kungen der Sonnenstrahlen, sind größer in den obernLuftschichten als in den untern; weil hier ihre Menge

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