Druckschrift 
Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
245
Einzelbild herunterladen
 

Meteorologische Betrachtungen des Lichts. 245

stände!') daher, daß es mehrere Schwierigkeiten findet,sich in einer dichtem Lust zu zerstreuen.

s- ?6z.

In allen diesen Modifikationen des Feuers, wobeyman schwerlich genau seyn kann, betrachte ich eS allge-mein als ein unabhängiges Fluidum, so lange es nichtmit andern Substanzen in chemische Verbindung tritt.Es erleidet ohne Zweifel viele Hindernisse bey seinen Be-wegungen, aber von einem Stoße zum andern bleibt esfrey. Indem es also gegen die Theilchcn der andernKörper anstößt, verliehet es mehr ober weniger von sei-ner Bewegung; nimmt sie aber bald wieder aus dersel,den Ursache an, die ihm dieselbe ohne Aufhören sowieallen andern ausdehnbaren Flüssigkeiten mittheilt.Dadurch habe ich im i ten Theile die Ausdehnung er-klart, welche es bey andern Substanzen hervorbringt,und die verschiedenen Kapacitäten derselben es zu ent-halten. Herr Lamvel't gab auch die Unabhängigkeitder Feuertheilchen zu; weil er voraussetzte, daß sieunaufhörlich in die Atmosphäre aufstiegen, sowohl durcheine anfangliche Geschwindigkeit, als durch ihre spe-cifische Leichtigkeit in Vcrgleichung mit der Luft. Herrvon Sanssure aber beftreitct diese Meinung:Was michbctrift ('sagt er §. 9.5) so gestehe ich, daß ohngcachtetdes Ansehens dieser beyden Physiker, ich das Feuernicht als ein hinlänglich freyes und unabhängigesFluidum betrachten kann, daß es sich schnell durchseine specifische Leichtigkeit erheben, oder sich merklichdurch seine eigne Schwere verdicken könnte. Mich dünkt,je mehr man die Phänomene und die Theorie dieser zar-ten Materie erschöpft, desto starker wird man sich über-zeugen, daß sie mit allen Körpern durch eine so großeVerwandfchaft verbunden ist, daß alle ihre Bewe-

Q z gun-