240 III. Abtheilung. VI. Kapitel.
gungen, von einander ab. Hatte ick mit ihm angenom-men, daß die Fcuertheilchcn sich bloß von unten nachoben bewegen; so würde ich mir nicht vorgestellt haben,daß sieauf einander durch Wirkung der Schwere*), einenDruck in entgegengesetztem Sinne ausüben könnten.Ich habe aber ihre Bewegung nach der, den HerrnD. Bernoulli und le Sage gemeinschaftlichen Idee be-trachtet; d. h, daß sie nach jeder Richtung Statt habe,in jedem merklichen Haufen von Theilchen. Nach dieserTheorie ist deutlich, daß, wenn die Kraft der Schwereein merkliches Verhältniß mit der Kraft der Ursache derBewegung der Thcilchen hat (wie ich in Rücksicht desFeuers angenommen) die Thcilchen die sich von obennach unten bewegen, indem sie an diejenigen, die sich inentgegengesetztem Sinne bewegen, mit einem Ucbcrschußan Kraft, die doppelt so groß ist, als welche ihnen dieSchwere giebt, anstoßen, merklich diese lctztcrn rückgän-gig machen müssen. Durch diesen Mechanismus (undnicht durch einen stetigen Druck, den man bey aus-dehnbaren Flüssigkeiten nicht begreift) legte ich demFeuer dieselbe Kraft an sich selbst in der Atmosphäre bey,welche die Lust hier aus derselben Ursache ausübt. Wennalso das Feuer, das einzige ausdehnbare Fluidum wäre,was unsre Atmosphäre bildete; und man ferner annimmt,daß die Wirkung der Schwere hinreiche, es unserm Erd-balle zu erhalten; so ist kein Zweifel, daß feine Dichtig-keit von oben nach unten zunehme.
§- 7??.
Was die Verändrungen betrift, welche die Luft indieser unmittelbaren Modifikation des freyen FeuerS
her-
») Bergmanns Vorschlag die Schwere des Feuers zu er-forschen. S. chem. Ann. 1734 .1.95.