Druckschrift 
Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
237
Einzelbild herunterladen
 

Meteorologische Betrachtungen des Lichts. 257

§. 7 53-

In Rücksicht des Umstandest worauf es hier vor-züglich ankömmt, nämlich des Verhältnisses der Wär-me mit den Sonnenstrahlen, führt Herr von Saus-stire eine andre Stelle aus dewPyromettie des HerrnLambert an, wo er sagt:Die Warme steigt unauf-hörlich in die Luft. Denn die Wärme, welche die Er-de von der Sonne das ganze Jahr hindurch empfangt,erhebt und verbreitet sich in die Luft; weil die Erde im-mer der Sonnenwärme bedarf, um nicht beständig kaltzu werden. So lange also das Aufsteigen der Wärmevon ihrer größern Leichtigkeit abhängt, wird ihre Ge-schwindigkeit im Aufsteigen beständig größer. Daher dieFeuertheilchcn, welche im Steigen auf einander folgen,sich immer mehr von einander entfernen; so wie etwa,wenn man von Zehnthcilen zu Zchntheilen einer Sekun-de, eine Kugel fallen ließe, ihre Entfernungen wie dieZahlen i, z, ;, 7, u. s. w. wachsen würden. Daherkömmt es, daß die Dichtigkeit der Feuertheilchcn undfolglich auch die Wärme, in den obern Gegenden derLuft abnimmt."

§. 754.

Ich will mich zuerst einen Augenblick bey diesenIdeen des Herrn Lambert aufhalten, um zu bemerken,daß dies nur die Auflösung eines geometrischen Problemssey, ohne andern physischen Grund, als den Hypothe-sen haben. Er hatte die Beobachtungen der Wärmeauf den Gebürgcn von Peru vor Augen, und man sieht,aus der Natur des aus seiner Arbeit gezogenen Gesetzes,daß er sich dies mathematische Problem vorgesetzt hatte.Wenn die beobachtete Wärme am Ufer des Meers zuPeru -s- 29° Rcaum. und die in einer Höhe von 2520Toisen 5-° ist; eine Formel zu finden, in welcher,

wenn