2)6 III. Abtheilung. VI. Kapitel.
Luft inzwischen, nehme ich sie ohne Bedenken der Dich-tigkeit der Luft proportional an. Es ist möglich, daßdie Luft, unterdessen sie die Feuertheilehen durch ih>ren Druck steigen läßt, auf der andern Seite ihrer Ge-schwindigkeit einige Hindernisse in den Weg legt. Dennes ist gewiß, daß die Wärme im Wasser unvergleich-bar langsamer steigt, als in der Luft; obgleich in demWasser die specifische Leichtigkeit der Feuerthcile meh-rere hundertmale größer ist, und sie also hier wcitschnel-ler steige» könnten. Es muß also die Dichtigkeit desWassers hier in weit größerm Verhältniß ein Hindernißin den Weg legen, weil die Feuertheile, obgleich vonmehrerer Kraft angetrieben, hier weit langsamer steigen,als in der Luft, wo die beschleunigende Kraft weit ge-ringer ist. Es muß daher die Luft sich nur wenig ihrerGeschwindigkeit widersetzen. Die anfängliche Geschwin-digkeit milder sie sich fortschleudern, muß sehr großseyn; und wenn die Luft sich hier stark widersetzte; sowürde diese Geschwindigkeit statt im Steigen zuzuneh-men, sich immer vermindern. Diese Thcilchen wärenalso dichter auf der Oberfläche der Erde, als sie auf derOberfläche des Meers sind. Da nun die Dichtigkeit die-ser Thcilchen das Maaß der Wärme ist, so wären dieobern Theile der Luft erwärmter als die untern, welchesgänzlich gegen die Erfahrung ist. Ich will also bloß an-nehmen, daß die beschleunigende Kraft in gleichem Ver-hältnisse mit der Dichtigkeit abnimmt." (cVlem. cisI'acucl. rc>y. cke öeriin ,772. p>. , 14.) Herr Lambertleitet aus diesen Hypothesen das Gesetz her, nach welchemdie Wärme, in dem Maaße wie man sich in die Atmo-sphäre erhebt, abnehmen muß. Darauf wendet er diesGesetz auf die Beobachtungen der Wärme an, welche dieAkademiker von Paris, am Fuße und auf dem Gipfel derCordeliercn angestellt haben.
§. 753-