Von der atmosphärischen Lust. 22z
sinn unterstützt, verschafte uns einen Leitfaden in diesemLabyrinth. Das, durchs Verbrennen der dephlogisti-sirten Luft mit der inflammablen, erzeugte Wasser,enthielt zuweilen Salpetersälire in den Versuchen desHerrn Cavendish, und er bemerkte sie. Dies ist derunerwartete Umstand; der Beobachter that das Ucbrigeund wir wissen jetzt mit großer Wahrscheinlichkeit, worinndas luftförmige Residuum der atmosphärischen Luftbestehe, wenn sie bey den sogenannten phlogiftischenProzessen gebraucht wird. Nach einem so unerwartetenSchritt haben wir zu andern Hofnung, die uns in derKenntniß der Atmosphäre noch weiter führen werden,und ich darf jetzt eher hierüber Hypothesen wagen.
§. 7Z9-
Ich würde also glauben (wenn ich die Idee von derHomogeneitat der atmosphärischen Luft, mit derTheorie des Herrn Cavendish über die Natur des Rück--dleihsels dieser Luft nach den phloaistischen Prozessen,verbinde (daß die atmosphärische Luft die beyden Be-standtheile des Wassers in jedem ihrer Theilchen, miteinem andern Bestandtheile verbunden enthalt, welcherdie Salpetersäure von den andern Substanzen ihrerKlasse unterscheidet. So daß (wenn man die noch un-bekannten Bestandtheile bey Seite setzt) es hinreichenwürde, dieser Luft die Salpetersäure zu entziehen,daß sie sich in einen wässrigen D'.inss mit einem Uebcr-schuß an Feuer verwandelte. Denn, außer der Basisder dephlvgistisirten Lttft, welche einen Theil des Was-sers ausmacht, und den die obigen Prozesse der atmo-»sphärischen Luft entziehen, enthalt diese letzte Luftnoch die Basis (oder einen Theil der Basis) der iustain-madlen Luft, welche der andre Bestandtheil des Was-sers ist. Ich verstehe unter dieser Basis das Phlvgi-
fton,