222 III. Abtheilung. V. Kapitel.
hersetzte. Die vorigen Versuche schienen zwar diese Fragezu entscheiden; weil der gröste Theil der in den Hebergebrachten Luft ihre Elasticität verloren hatte. Da inzwi-schen immer ein kleiner Rückstand von Luft übrig blieb,dessen Natur nicht hatte bestimmt werden können; sowar die Frage unentschieden/'
„Ich setzte also eine der vorigen ahnliche Mischungvon dephldgistifitter und gemeiner Luft derselben Pro-be aus, bis sie zu einem kleinen Theil ihres ersten Vo-lumens reducirt war. Um darauf soviel als möglichvon phlogistischer Luft zu zersetzen, that ich dephlogi--stisitte Luft hinzu, und ließ Funken hineinschlagen, bissie keine Bermindrung mehr hervorbrachten. Daraufbrachte ich in den Heber etwas aufgelöste Schwefeile-ber , um die übrige dephlogifiifirte Luft zu verschluk-ken, und es blieb alsdann nur eine Luftblase, höchstensvon 7-^ des Volumens der im Versuche gebrauchtenphlogistifthen Luft , übrig. Wenn also die phiogi-stisthe Luft in der Atmosphäre einen Theil enthalt, dernicht in Salpetersäure reducirt werden kann, so über-trift er sicherlich nicht des Ganzen/'
§. ?Z8.
Ich will zuerst hier eine Anmerkung machen, welchedie Hofnung zu künftigen großen Entdeckungen in derMeteorologie bestärken wird. Bis auf die Zeit der er-sten Versuche des Herrn Cavendlfh, welche ihn auf dieletztern geführet haben, schien sich die phlbgistifche Luftunsrer Zerlegung zu widersetzen: ihre Basis macht bey-nahe^ von der Masse der Atmosphäre aus, und den-noch war sie uns nur durch negative Eigenschaften be-kannt, und ihren Gebrauch für unsern Erdball kanntenwir durchaus nicht. Ein glücklicher Zufall von Scharf-sinn