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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
221
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Von der atmosphärischen Luft. 221

oder die Lauge in den Heber getrieben wurden, so er-fuhr man die herausgetrctcne Mengen, durch die desQuecksilbers, was die Stelle eingenommen hatte. Hier-auf bezieht sich die in diesen Versuchen angezeigte Gat-tung von Maaß; wobey das Volumen der Lauge undder Luftarten mit dem Volumen einer gewissen AnzahlGrane Quecksilber, welche durch wiederholtes Wagendes Instruments nach dem Versuche bekannt werden,verglichen ist.

§. 7Z7-

Unter den Operationen von dieser Gattung, welcheHerr Cavendl'sh angestellt, ist folgende in Beziehungauf seine Theorie die direkteste.Nach allem, wasuns bis jetzt Erfahrung über die phlogtsttsche Luft ge-lehrt hat, welche einen Theil unsrer Atmosphäre aus-macht, wissen wir davon fast nichts, als daß sie nichtdurch Kalkwasser, kaustisches Alkali oder Salpeterluftvermindert wird; daß sie weder das Feuer noch das Le-ben der Thiere zu erhalten taugt; und daß ihre specifi-sche Schwere nur wenig geringer ist, als die der gemei-nen Luft. Obgleich also die Salpetersaure durch Ver-bindung mit dem Phlogistpn, in eine Luft, welche dieseEigenschaften hat, verwandelt ist, und man folglich w.itGrunde annehmen könnte, daß wenigstens ein Theil derphlogistischen Luft in der Atmosphäre, auch aus Sal-petersäure und Phlogiston zusammengesetzt sey; sokönnte man dennoch in Zweifel ziehen, ob alles von der-selben Gattung wäre, oder ob nicht verschiedene Sub-stanzen unter dem Nahmen der phlogißischen Luft ver-wechselt wären. Ich machte also einen andern Versuchum zu erfahren, ob eine gewisse Masse phlvgistlfchepLust ganz in Salpe-tersnure verwandelt werden könnte,oder ob nicht ein Theil davon dieser Verwandlung sich wi-der-