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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
219
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Vou der atmosphärischen Luft. 219

stimmen, von welchem Grade der Reinigkeit die Luftseyn müßte, um die schnellste und größte Vermindrungzu erleiden; und ich fand: daß, wenn die dephlogisti,sine Luft sehr rein gebraucht wurde, die Vermindrungsehr geringe war; wenn man phlogisiischc Luft gebrauch-te, sich gar keine merkliche Vermindrung zeigte; wennman aber 5 Theile reiner dcphlvgistisirter mit z Thei-len gemeiner Luft vermischte, alles fast ganzlich ver-schwand. Und da die gemeine Luft einem Gemisch vonl Theile dephlogistisirter mit 4 Theilen phlogistischcrgleich ist; so ist die obige Mischung 7 Theilen deph!ogi->stisl 'rter mit z Theilen phlogistischer Luft gleich."

«Indem ich diese vorlaufigen Proben gemacht,brachte ich in den Heber etwas Lauge, darauf eine Mi-schung von dcphlogistisirter und gemeiner Luft in obigemVerhältnisse. So lange diese Mischung durch die Fun-ken vermindert wurde, brachte ich davon immer aufsneue hinein, bis endlich gar keine Vermindrung mehrda war. Um darauf zu beurtheilen, ob diese Wirkungwegen eines Fehlers in dem genauen Verhältnisse derbeyden Luftarten aufhörte, brachte ich zuerst etwas reinedcphlogisiisirte Luft hinein; darauf etwas gemeineLuft: dies war aber gleichfalls für neue Verminderun-gen ohne Wirkung. Ohne Zweifel war die Lauge ncu-tralisirt, und daher kein Alkali mehr übrig um dieSaure aufzunehmen, welches eine weitere Bildung derletztern verhinderte. Ich setzte aber den Versuch nichtlange genug fort, um zu erfahren, ob hier ein gänzli-ches Anfhören oder nur eine große Langsamkeit in derBildung der Saure Statt habe. Die aus dem Hebergezogene und vom Quecksilber gereinigte Lauge schiendurchaus neutralisirt, denn sie entfärbte das mit Vcil-chensaft gefärbte Papier nicht. Bis zur Trockenheit ab-

ge-