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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
218
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2iZ M. Abtheilung. V. Kapitel.

§. ??;-

Wenn der elektrische Funken durch die atmosphä-rische Lust gieng, welche durch zwey kleine Säulen vonLackmustl 'nktur eingeschlossen war; so wurde diese Flüs-sigkeit roth, und die Lust vermindert wie D. Priestle»bemerkt hat. Nahm man statt der Tinktur Kalkwas-scr, und setzte die Funken auch so lange fort, bis dieLust sich nicht mehr verminderte; so zeigte sich dennochnicht die geringste Wolke in demselben: obgleich die Lustauf S ihres Volumens reducirt war; welche Vcrmin-drung man durch keinen phlogistischen Proceß hervor-bringt, wo sie selten ^ übersteigt. Der Versuch wurdedarauf mit unreiner dephlogistisirter Luft wiederhohlt,welche sich stark verminderte, ohne daß sich eine Wolkeim Kalkwasser zeigte, welche auch alsdann, eine hin-eingebrachte kleine Menge flster Lust, nicht bildete.Wenn man aber etwas kaustisches flüchtiges Alkali hin-einsteigen ließ; so bildete sich sogleich ein brauner Nie-derschlag. Hieraus kann man schließen; daß das Kaik-wasser anfangs mit einer Saure gesättigt war, welcheverhinderte, daß die ssrc Luft den Kalk präcipitirte."Dies ist der erste Versuch, wodurch Herr Cavendishbeweift, daß die, durch den elektrischen Funken zerstörteLuft eine Säure hervorbringe; und folgende habenihre Natur bestimmt.

§. 7Z6.

Wenn die Luft durch die Lauge eingeschlossen war,so verminderte sie sich weit schneller als beym Kaikwas-ser: daher, so wie auch wegen einer stärkern Alkalisa-tion, die erstere bey den Versuchen, wodurch ich die Na-tur der Säure bestimmen wollte, vorzuziehen war. Indieser Absicht machte ich vorläufige Versuche, um zu be-stimmen,