Von der atmosphärischen Luft. 2,7
petersaure reducirt werden müssen, wenn man sie nö-thigen kann, mit der dephlogislisirten eine chemischeVerbindung einzugehen; und die dadurch gebildeteSaure wird nur verdünnter seyn, als wenn die phlo-Mische Luft bloß ihres Phlogistons beraubt wäre."Dies waren die Schlüsse, nach denen Herr Cavendifhseine Versuche unternahm, welche sie völlig bestätigten.Er gebrauchte den elektrischen Funken um die Verbin-dung der beyden Luftarten hervorzubringen, und durcheine Lauge von Weinsteinsalz erkannte er die Gattungder Säure. Die gebrauchte dephlogistisirte Luft waraus dem, durch Rühren des Quecksilbers mit Bley, er-zeugten schwarzen Pulver gewonnen; oder aus minera-lischem Turpith, und das Weinstcinsalz der Lauge warohne Salpeter bereitet. Diese Lauge konnte /g. ihresGewichts an Salpeter hergeben, wenn man sie mitSalpetersäure sättigte. Die Beschaffenheit seiner Ver-suche ist folgende.
§ 7Z4-
Ein gläserner Heber mit gleichen Schenkeln, mitQuecksilber angefüllt, wurde in zwey Gläser, die gleich-falls Quecksilber enthielten, gestellt. Ein kleines gläser-nes Instrument, wovon ich hernach reden werde, dienteum in den Heber in bestimmten Mengen zuerst eineFlüftsigkeit zu bringen, welche in dem Heber in die Höhestieg, und das Quecksilber in zwey Säulen theilte; her-nach die Luftarten, welche ihrerseits die Flüssigkeittheilten. Er brachte darauf das Quecksilber des einenGlases mit dem Boden in Verbindung, und gab dem indem andern durch eine Elektrisirmaschine Funken; welcheaus einem Schenkel des Hebers in den andern durch dieLuftarten hindurch giengen. Auf diese Weise wurdenfolgende Versuche angestellt.
O 5 §. 735.