216 III. Abtheilung. 'V. Kapitel.
fixem Alkali, das von dem alkalisirtcn Salpeter her-kömmt, durch die Wärme von den Substanzen losgeris-sen, und mit den wässrigen Dünsten verbunden ist. Wasdie Luft betrift, in welche sich der gröstc Theil der Säureumwandelt, so weicht sie, so viel ich bis jetzt davon ur-theilen kann, in nichts von der gemeinen phlogistifchmLuft ab. Ein kleiner Theil der Säure bildet auch Sal-peterluft, und alles ist mit vieler sspen und inflam-mabler Luft vermischt, die beyde von der Kohleherrühren. "
§. 7ZZ.
Dieses waren die Muthmaßungen des Herrn Ca-Ven dlfh über die Natur der phlogistifchen Luft, eheer direkte Versuche anstellte, welche seine Theorie bestä-tigten, und den Gegenstand seiner letzten Abhandlungausmachen. Das Verpuffen des Salpeters mit Koh-len zeigte schon; daß die phlogistifche Luft sehr wahr-scheinlich durch Verbindung der Salpeterluft mit Phlo->giston erzeugt werde. Diese Hypothese war durch die,beym Verbrennen der dephlogistisirten und inflamma-bleu Luft, wenn man etwas phlogistifche zugcmischthatte. erzeugte Salpetcrluft unterstützt. Hier nimmtaber Herr Cavcndish einen neuen Weg, aus folgendemGrunde: „In meiner vorigen Abhandlung (sagt er)hatte ich geschlossen, daß die phlogistifche Luft nichtsanders sey als Salpetersäure mit Phlogiston verbun-den: und demnach müste diese Luft in Salpetersaurereducirt werden, so bald man ihr das Phlogiston ent-zöge. Da auf der andern Seite die dephlogistifirteLuft seines Phlvgistons beraubtes Wasser ist; seistklar, daß diese Luft einer Substanz zusetzen, so vielheiße, sie des Phlogistons berauben, und Wasserhinzusetzen. Die phlogistifche Luft wird also in Sal-peter-