214 I!I. Abtheilung. V. Kapitel.
machen, die sie nicht im Original lesen rönnen, indemich mich dabey in einige Untersuchungen einlasse.
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Bey seinen schönen Versuchen über das Wasser,welches durch die dephlogistisirte und inflammable Lufthervorgebracht wird, hat Herr Cavendish gefunden,daß, wenn der Rückstand nach ihrem Verbrennen reinedephlogistisirte Luft war, das erzeugte Wasser oftrein war; näherte sich dieser Rückstand der atiuosphä--rischen Luft, so war das Wasser sauer; und aus wel-cher Quelle auch die dephlogistisirte Lust gezogen war(man mochte sie aus Pflanzen nehmen, die i'eineSaureenthalten, oder aus einer Auflösung des Quecksilbers inVitriolsäure); so war die !N diesem Wasser enthal-tene Saure jederzeit Salpetersäure. Ein zuerst zuentdeckender Umstand war die Quelle der phioglstischmLuft, die nach dem Verbrennen übrig blieb; und HerrEavendlsh vermuthete, daß sie in der dephlogistisir-ten Luft existire. Er glaubte auch, daß von dieser er-sten Lustart die Säure herrühre, die sich zuweilen mitdem Wasser vermischt findet; weil man manche Mi-schung von inflaminabler und dephlogistisirter Lustmachen könnte, die mit einem Rückstände von reinerphlogisiischer Luft dennoch saured Wasser hervorbrachte.Um diese erste Vermuthung zu bestätigen, that er zu der-selben Mischung der beyden Lüstarten , einen kleinenTheil phlogtstischer Lust, wodurch das erzeugte Was-ser sttlirer wurde; welches seine Hypothese bestätigte.Dies waren die ersten Thatsachen, aus denen Herr Ca--Vendtj hfolgende Theorie herleitete: „Wenndie dephlo-gistisirte Luft in gewissem Verhältniß mit der insiam-luabicn ist; so macht ihre große Verwandschaft mitdemPhlogistou, daß sie, bey der Explosion, der phlogisti-
schen