Druckschrift 
Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
213
Einzelbild herunterladen
 

Von der atmosphärischen Luft. 21z

meyne Feuer und Wasser. Was das erste bctrift, sohaben die Herrn Lavoister, Kirwan und Watt zuge-geben, daß gewisse Substanzen dem Feuer ihre luftför-mige Ausdehnung verdanken: Herr Lavoister hat sogardiese Theorie auf jede LliftgattUNg ausgedehnt, und ichhabe diesen Gegenstand ausführlich genug im ersten Theileabgehandelt, so daß ich nicht nöthig habe hier aufs neuedarauf zu kommen. Ich halte es also für sehr wahr-scheinlich: daß das Feuer einen Theil der atmosphäri-schen Luft ausmache, und daß folglich, wenn diese Luftauch die Bestandtheile des Wassers in sich schließt, esnur auf einen besondern Umstand ankomme, daß dieseBestandtheile mit dem Feuer verbunden, entweder wässe-rigte Dünste oder die atmosphärische Luft bilden.

§. 7Z0.

Die Entdeckung von Hervorbringung des Wassers,durch Zersetzung der instammablen Luft mit der atmos-phärischen, zeigt uns schon grade zu, daß die lctz-tre Luftart einen Bestandtheil des Wassers, nämlichdie Basis der dephlogistisirten Luft enthalte: welchealsdann von den Thcilchen der atmosphärischen Luftverlassen, sich mit der Basis der instammadlen verbin-det. (Man lese inzwischen van Troostreyk und Dei-mann über die verschied. Acten d. Luft, in Beytr. zu d.chem. Ann, III. >. und Herr Kirwan's neueste Schriftüber das Phlogiston). Die Analyse der atmosphärischenLuft aber ist von Herrn Cavendifh in den Untersuchun-gen noch weiter geführt, welche er, über die Natur desluftförmigen Ruckbleibscls dieser Luft nach dem Verbren-nen, angestellt hat. Und da seine Abhandlungen überdiesen wichtigen Gegenstand, erst seit kurzem in denphilosophischen Transaktionen bekannt gemacht sind,so glaube ich denjenigen meiner Leser Vergnügen zu

O Z machen.