2i2 III. Abtheilung. V. Kapitel.
§. 728.
Da ich auf diese Untersuchung durch diejenigen, wel-che den Regen betreffen, geleitet bin; so wird der Le-ser gleich errathen haben, in welcher Absicht ich michdarauf einließ. In der That, wenn der Regen scineQuelle nicht in dem unmittelbaren Produkte der Aus-dünstung hat; wenn die Dünste in der Atmosphäre ihreNatur verändern, und nur sich in ihrer ersten Gestaltwieder zeigen, wenn Wolken in der Luft erscheinen:so ist ihr Zwischenzustand vermuthlich derjenige der Luftselbst, und alsdann ist es nicht zu vermuthen, daß siezwey Luftgattuugen bilden. Und da wir auf der an-dern Seite keine Veränderung in der Luft gewahr wer-den, wo sich die Wolken bilden, so ist es auch wahr-scheinlich; daß die Dünste, von denen sie ihren Ur-sprung haben, von der Zersetzung eines Theils der Luftder dem Reste völlig ähnlich ist, zum wenigsten in denGränzen unsrer Untersuchungen, herrühren. Dies istalso der Gesichtspunkt, aus dem ich jezt die atmosphä-rische Luft betrachten werde.
Dritter Abschnitt.
Von den Verhältnissen der atmosphärischen Luftzum Wasser.
§. 729.
So geringe auch unsre Kenntnisse von den Bestand-theilen der luftfvrmigen Flüssigkeiten seyn mögen, sodünkt mich, daß wir hier auf eine hinlänglich wahrschein-liche Weise sehen; das die atmosphärische Luft (alshomogenes Fluidum betrachtet, alles enthalte was noth-wendig ist, um wafserigte Dünste zu bilden; ich
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