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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
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209
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Von der atmosphärischen Luft. 209

nen Luft. Wenn aber leichtere ausdehnbare Flüssigkei-ten als die Luft, sich mit ihr vermischt befinden; sover^treibt, wenn man das Gesäß, was sie enthält, oben öftnct, die äußre Luft sie hier bald: weil sodann die Flüs-sigkeiten innwendig, indem sie einen freyern Raum sichauszudehnen finden, ihrer spezifischen Schwere gehor-chen. Dies sehen wir auch bey unsern täglichen Ver-suchen ; denn die entzündbare Luft und die wässerig-ten Dünste, indem sie sich erheben, und die ssre Luftindem sie niederfällt, verlassen bald die Substanzen vondenen sie sich entwickein. Obgleich also der Unterschiedin der spezifischen Schwere der mephttifchen Luft undder Lebensluft nicht gar groß ist; so müßte doch, wenndie atmosphärische Luft nur eine Mischung dieser bey-den Lustarten wäre, die erstre nach langen Windstillenmerklich die häufigste in den Höhen, und die letztre un-ten in der Atmosphäre seyn: welches jedoch nicht geschieht.

§. 725.

Ich bin also geneigt zu glauben, daß die atmosphä-rische Luft ein homogenes ausdehnbares Fluidum sey,wovon jedes Theilchcn alle die Bestandtheile enthält,welche wir davon trennen, und wahrscheinlich viele an-dre, die uns noch unbekannt sind. Niemals können wirdurchaus gewiß seyn, daß kein Unterschied zwischen un-sern Zusammensetzungen und den natürlichen Substanzensey, welche wir nachzuahmen suchen. Wir unterschei-den diese letztre durch gewisse Wirkungen; und zuweilenkönnen wir bis auf einen gewissen Punkt, durch Mischun-gen dieselben Wirkungen hervorbringen. Wenn manaber über ihre absolute Identität entscheiden scllte, un-ter einer zu fürchtenden Strafe für einen Irrthum; sozweifle ich, ob der in der Spekulation noch so entschiede-ne Mann, es wagen würde nach seiner Hypothese zu

De kücs Meteore!. 2. Th. O hän-