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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
203
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Von der atmosphärischen Luft. 20z

§. ?ry.

Dies waren die Betrachtungen, weiche mich dieIdee aufgeben ließen, daß in der Atmosphäre inflam-M.'.hle Luft als ein abgesondertes Fluidum cxiftiret;oder zum wenigsten sich hier in solcher Menge befinde,daß von ihr und einem Theile der atmosphärischen Lllstdas Wasser in dem Regen herrühre. Durch dieseersten Betrachtungen und eine aufmerksamere Prüfungder meteorologischen Phänomene wurde ich hernach ge-leitet, überhaupt zu glauben; daß kein Zeichen da sey,daß in der Atmosphäre verschiedene Gattungen luftfor-miger Flüssigkeiten existirten, wenigstens in hinläng-licher Menge, um durch Verschiedenheit ihrer Mischumgen die großen meteorologischen Phänomene hervorzu-bringen. Endlich schien es mir auch, daß man allenGrund zu glauben habe (wie man noch vor kurzer Zeitthat) daß die atmosphärische Luft ein homogenes Flui-dum wäre.

H. 720.

Inzwischen ereignen sich die meteorologischen Phäno-mene ohne Zweifel durch Mischungen; denn es dünktmich, daß, wenn keine Veränderung dieser Art sich in derAtmosphäre zutrüge, keine Idee von Ursache, von allemwas wir hier vorgehen sehen, übrig bliebe. Obgleichaber die. Substanzen, die hiezu beytragen, nothwendigausdehnbar sind, (weil sie sich mit der Luft vermischen)so sind es doch keine luftsormige Flüssigkeiten : sie sindzarter, und entschlüpfen wahrscheinlich unsern unmittel-baren Beobachtungen. Dies ist die allgemeine Idee, dieich mir über die Natur der Ursachen entworfen habe,welche von Zeit zu Zeit den Zustand der Atmosphäre, denwir Heiterkeit nennen, so sehr verändern. Ich will

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