Von der Bildung des Wassers in der Luft. 199
würden sie sich alsdann von selbst entzünden, wenn siemit der äußern Lust in Berührung wären. Wenn sichinzwischen die Luft nicht schleunig genug um sie herumerneuerte; so würde dies Äcrbrenncn wenig Wärmeund viel Rauch geben. Wenn man aber einen Blase-balg stark auf die Kohlen wirken läßt; so vermehrt sichdie Wärme durch eine größre Zersetzung der Luft, undalsdann bringen auch die Bestandtheile des Rauchs ingrößerer oder geringerer Menge, gleichzeitig mehrFlamme (welche die Wärme vermehrt) und mehrWasser hervor. ( S. Sennebiers analytische Unter-suchungen über die Natur der brennbaren Luft. Leipzig178;. S. 72. u. folg,)
§. 7-6.
Was das Feuer betrift, das sich beym Verbren--neu offenbart, so zweifle ich bis jetzt nicht, daß es vonder Zersetzung, sowohl der brennbaren Korper selbst,als von einem Theile der umgebenden Lust, herrührte.Die Wärme ist zum Wachsen der Pflanzen nothwendig,und daher ist die Vermuthung sehr natürlich, daß hierFeuer in Verbindung trete: und auf der andern Seitezeigt uns das Feuer, was sich bey der wechselseitigenZersetzung der inflammablcn und reinen Luft offenbart,eine unbezweifelte Quelle in allen Fällen, wo sich einedieser Luftarlen zersetzt. Aber welchen Theil hat dieffte Lust an der erzeugten Wärme durch das Verbren-nen der vegetabilischen Substanzen? Diese Frage istschwer aufzulösen. Ich wäre nicht abgeneigt zu glauben,daß sie gar keinen Antheil daran habe: d. h. daß alleWärme einerseits von der Zersetzung der brennendenSubstanz herrühre, und auf der andern, von dem Theileder umgebenden Luft, der sich zerstört: alles der Theo-rie gemäß, nach der ich oben die comparativen Mengen
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