Von der Bildung des Wassers in der Luft. 191
Priest!:'!) diese Versuche anzeigt (in der Folge von an-dern, die gleichfalls für den Gegenstand den ich abhandlesehr wichtig sind, und worauf ich bald kommen werde)so setzt er hinzu: daß der Ruß sich wahrscheinlich wah-rend dem Verbrennen bilde, aus einer gewissen Verbin-dung der msiammadleu Luft die aus der verbrennlichcnSubstanz herrührt, mit dem reinen Theile der umgeben-den Luft oder der Basis der dephlvglstisiMN Luft.Hier sind also die Bestandtheile des Wassers unter derForm des Rauchs verborgen und einer rührt von der»brennbaren Körver welcher brennt, der andre von derumgebenden Luft her. Es hängt also nur von irgendeinem besondern Umstände ab, daß dieselben Bestand-theile bald Wasser, bald rußigen Rauch bilden.
§. 7lz.
Wenn man nun sowohl die unmittelbare Ursache vonUnterdrückung des Rauchs bey der Argnndschen Lampeals die andern Umstände, welche dies Phänomen begleiten,betrachtet, so wird man sehen, daß das plötzliche Erneu-ren der Luft innerhalb und außerhalb der Flamme, inAbsicht ihrer Einrichtung diese Lampe besonders aus-zeichne. Und in Rücksicht der Wirkungen sehen wir auch;daß mit dein Unterdrücken des Rauchs sich eine sehr leb-hafte Flamme verbinde, die derjenigen ahnlich ist, welchedie dephlogisiisirte Lust, indem sie durch eine Röhreauf glühende Kohlen geht, hervorbringt und daß in bey-den Fällen diese lebhaftere Flamme mit einer größernHitze begleitet ist. Dieses sind die Umstände mit de-nen, wie ich glaube, die Zersetzung von einer größernMenge Wasser durch diese Lampe verbunden ist undnicht mit einer innigen Zersetzung des Oe'ls ohne Da-zwischcnkunft der Luft. Wenn dieses hinzugekommeneWasser keiner gewissen Menge sicher Luft subftituirt
wird