Von der Bildung des Wassers in der Lust. 187
wohnlichen Lampe so viel und so reines erhielte; beson-ders wenn man sie unter einem Reeipienten brennen ließe,um die Produkte aufzufangen. Nun habe ich einer grös-scrn Hitze die Zerlegung von mehrerer Luft und die Billdung von mchrcrcin Wasser zugeschrieben und diesegrößrc Hitze wird bey derArgandschcn Lampe hervor-gebracht, durch das schnelle Erneuern der Luft um dieFlamme herum. Sobald also dieser Umstand aufhört,so ist es nicht mehr der Fall, von dem ich redete, als ichsagte: „daß das Verbrennen Wasser erzeuge, durchVerbindung der Basis der inflammablen mit der derreinen Luft und daß es um so viel mehr hervorbringeals die Wärme größer ist, es sey als Ursache oder alsWirkung " Ich dachte aber zu gleicher Zeit, daß dieMenge der fixen Luft alsdann weit größer wäre und esscheint mir jetzt, daß das Wasser sich nur auf Unkostendes Rauchs bilden könne; wie ich jetzt erklären will.
§. 709.
Viele vorzügliche Physiker zu Paris (besonders HrrrLavoisier) haben eine neue Theorie über den Ursprungder inflammablen und fixen Luft ersonnen. Da manvon der Basis der ersten Luftart erkannte, daß sie einenBestandtheil des Wassers ausmache, so denken sie; daßdiese Lustart nur durch Zersetzung von einer gewissenMenge Wasser hervorgebracht werde, das, sichtbar oderunsichtbar, in den Substanzen, die zu der Operation bey-tragen, enthalten sey. Und was die fixe Luft betrift,so glauben sie, daß sie durch Verbindung der reinen Luftmit einem Bestandtheil, der allen vegetabilischen undanimalischen Substanzen gemein und unter dem Nah-men Kohlenstoss bekannt ist, gebildet würde. Manwirft aber gegen die erste Hypothese ein, daß dieser Be-standtheil des Wassers, welcher die Basis der brenn.
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