!86 III. Abtheilung. IV. Kapitel.
roth glühte, war alles Oel zerstreuet. Ich fand unterdemOeie in dem Rceipientcn Wasser gesammelt; esmachte aber nickt vom Ganzen: ich vermuthete daßetwas mit dem Oele vermischt sey, weil dieses trübe war.Ich zweifle nicht, daß, wenn ich Kalk, Thon, Sand oderAlkali gebraucht hatte, um das Oel zu halten und eszu zwingen eine größre Hitze auszustehen, ick mehr Wal-scr erhalten und durch wiederholte Operationen allesOel in Wasser, brennbare Luft und Kohle verwan-delt hätte. Hier war aber nichts, was das Oel zurückhielt, wovon also eine große Menge durch eine Hitze ver-dampfte, die nicht im Stande war es zu zersetzen. Dasdestillirte Oel brannte mit mehr Dampf und war auchdicker und entzündbarer."
§. 7ost.
Diese Destillation des Oels hat also nur wenig Was-ser gegeben in Vergleichung mit dem, das im Versuchevon Herrn Argani) hervorgebracht war; und wäre dieWarme größer geworden, und das Oel zu gleicher Zeitin Berührung mit der freyen Luft geblieben; so zweifleich nicht, daß es sich freywillig entzündet hatte; wie essich, in dem §. 18 z. angeführten Falle, ereignete. Als-dann also nur bringt das Oel inflammableLttft hervor;und sobald sich diese Lllft entwickelt, verbindet sie sich,bey hinreichender Wärme, mit dem Theile der atmos-phärischen Luft, welcher die Basis der reinen Luftbildet und daraus entspringt Wasser. Da ich den Ver-such des Herrn Argand erzählte, ließ ich einen Umstandaus, der bey dieser Frage wesentlich ist; nämlich: dasüber der Lampe gesammelte Wasser war rein und ohneGeschmack. Ich zweifle aber, ob das, bloß durch einestarke Warme, vom Oele getrennte Wasser so reinwäre. Ich glaube auch nicht, daß man über einer ge?
wöhn-