i8o III. Abtheilung. IV. Kapitel.
verbände; wovon ein Theil sich zur Bildung des Was-sers zerstörte und dos übrige fixe Lust hervorbrächte.Daß aber beym Verbrennen des Phosphors alle brenn-bare Luft desselben sich verwende um die reine Lust zuzerstören, indem sie sich selbst zerstört; woraus Wasserentstehen würde, das sich der Phosphvrsäurc bemäch-tigte. Bis dahin waren es, mehr oder minder deutlich,die Thatmckcn selbst. ?Ille bey diesen Operationen her-vorgebrachte Wärme, kömmt von einer Vefrevung desFeuers, das zuvor mit den gebrauchten Substanzen inchemischer Verbindung war. Dieser Salz ist ohne Zwei-fel schon hypothetisch; ich stelle ihn aber nicht unter diefolgenden, weil ich davon nach den, im i stcn Theile die-ses Werks, vorgetragenen Gründen überzeugt bin undich bin es um so mehr, da mir diese Meinung mit ver-schiedenen großen Physikern gemein ist. Um aber dieobigen Phänomene zu analysircn, mnfte man andre Hy-pothesen bilden, deren Beweise weniger evident waren.Diese Hypothesen sind, daß alle verbrcnnliche Substan-zen die Menge von verbundenem Feuer enthalten, das,zu der brennbaren Lust die sie erzeugen, nothwendig istund daß dies Feuer bey ihrem Verbrennen sich jederzeitentbindet: daß aber eine andre Menge von Feuer, mehroder weniger zu der, durch das Verbrennen in reinerLuft, erzeugten Wärme beytrage; nämlich das latenteFeuer dieser Luft, von dem ich dann annähme, daß essich nur bey ihrem Zerstören entbinde, und ihr verbliebe,wenn sie in fixe Luft verwandelt wäre. Nach dieser letz-ten Hypothese also müste, da das verborgne Feuer derbeyden Luftarten beym Verbrennen des Phosphorsbefreyet ist, hier eine weit größre Hitze hervorgebrachtseyn, als bey der Kohle, wo ein großer Theil der rei-nen Luft in fixe verwandelt ist. Dies ist der Gesichts-punkt aus dem Herr Watt die Versuche der Herren La-
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