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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
179
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Von der Bildung des Wassers in der Luft. 179

atmosphärischen odcr wenigstens mit der reinen Luftzu entzünden. Dieser Charakter muß also von einemihnen gemeinschaftlichen Bestandtheile herrühren, derdas Vermögen hat, sich mit der atmosphärischen oderreinen Luft vermittelst einer starken Wärme zu verbin-den. Da einige dieser brennbaren Luftarten sich mitder atmosphärischen nicht verzehren konnten, so ge-brauchte D. Priestley die reine (oder dephlogistisirte)Luft, bey comparativen Versuchen über ihr Verbrennenund er fand allgemein: i) daß diejenigen dieser Lllftar-ten, deren specifische Schwere geringer ist, beym Entzün-den mit der reinen Luft verpuffen, daß sie den Theil die-ser Luft mit dem sie sich verbinden zerstören, indem siesich selbst zerstören, und daß in dem Reste keine sfre Luftsey, 2) Daß die schwersten brennbaren Lufcarten lang-samer brennen; daß sie weniger reine Luft zerstören,und daß das Ucberbleibsel mit fixer Luft vermischt ist.z) Daß, obgleich eine größre specifische Schwere bey die-sen Luftarten hätte auf den Gedanken bringen können,daß sie es wären, welche die Bestandtheile der fixen Luft,die sich nach ihrem Verbrennen findet, enthalten; sorührt sie dennoch nicht aus dieser Quelle her; denn ihreMenge übertrift bey weitem den Ueberschuß ihrer speci-fischen Schwere über die andern: so daß nothwendig einewirkliche Bildung von fixer Luft bey der Operation ge-schehen müsse. Die aus der Kohle gezogene brennbareLuft nun, ist aus dieser Klasse; sie zerstört nur zumTheil die reine Luft mit der sie. sich entzündet, und läßtein mit vieler fixer Luft vermischtes Ueberbleibscl zurück.

§- 702.

Diesen Versuchen gemäß, scheint also der Gedanken atürlich, daß, wenn die Kohle sich in reiner Lust ver-zehrte, ihre merklich schwere Substanz sich mit dieser Luft

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