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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
171
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Von der Bildung des Wassers in der Lust. 171

Luft angefüllte Blase gesetzt; und nach einem Mittel ausden Resultaten zweyer ähnlicher Versuche, waren diesesdie Folgen. Die Blase hielt Maaß brennbarer Luftund das Gefäß 22Z Maaß dcphlogisiisirtei'; in allen25b Maaß. Nach drey bis vier Wochen vermindertesich diese Menge um 42 Maaße; die übrige Luft warinnerhalb und außerhalb der Blase von einerley Naturgeblieben; sie enthielt etwa Maaß ffrer Luft unddas übrige war unreine dcphlvglftlfit'te. Wie mir D.Priefllci) diesen Versuch mittheilte, so setzte er hinzu:daß er ihn für geschickt hielte, einigen Begriff von dem,was beym Athmen der Thiere geschieht, zu geben, wobeysich ssre Luft bildet und die Luft und das Blut auch durchfeuchte Häute getrennt sind.

§. 691.

Der erste Umstand bey diesem Versuche, den ich be-trachten will, ist die Verminderung welche die beydenLufrarten erlitten: weil wir auch aus den Versuchen derHerren Lnvoisier und de la Place wissen, daß die Luftdurch das Athmen vermindert wird. Sie setzten einMeerschweinchen unter eine Glocke, welche 248 Würfel-zolle dcphlogistifirte si odcr reine) Lust enthielt; dieseLuft verminderte sich in Stunde um 7^ Zoll und siebemerkten auch: daß, wie sie das Thierchen hineinsctztenund es durch das Quecksilber, in welches die Glocke ge-taucht war, herauszogen, die äußere Luft längst seinemKörper hineingedrungen war:also (heißt es im Berichtedieses Versuchs) mustc die Luft weniger vermindert schei-nen als sie in der That war." Dies ist ein merkwürdi-ger Umstand, vorzüglich nach einem andern Phänomenbeym Athmen, das mich auf folgende Auseinandersetzunggebracht hat.

§. 691.