17O III. Abtheilung. IV. Kapitel.
druck des Faktums ist; daß das Wasser aus den merk-lich schweren Substanzen der dephlogistislrtcn undbrennbaren Lust zusammengesetzt sey.
§. 6L9.
Dies ist die Geschichte von der ersten Erscheinung desWassers in Luftgestalt: der Antheil den ich daran vonAnfang an nahm, setzte mich in Stand alle Umstände zuerfahren und ich glaubte sie hier sammlcn zu müssen,weil ich diese Entdeckung als die Morgenröthe einesgroßen Tages für die Meteorologie ansähe. Noch vor sechsJahren kaum, würde man, wenn man behauptet hätte,daß das Wasser in Lustgestalt exiftiren könne, für einenSchwärmer gehalten worden seyn. Aber damals hatteman auch noch keinen Schein von gründlicher Erklärung,weder vom Regen noch von einem andern großen meteo-rologischen Phänomen. Dieses einzige Faktum nun ver-ändert hierinn wesentlich unsre Lage, indem es ein un-geheures Feld zu Muthmaßungen eröfnet, deren Neu-heit zu einiger Kühnheit berechtigt: daher ich mich dar-auf einlassen muß.
Zweyter Abschnitt.
Von einigen Phänomenen, wo die Luft Wasser hervorzu-bringen scheint.
§. 6gci,
Unter den Versuchen welche D. Priestley mir mit-theilte, vor der Herausgabe seines letzten Werks, scheintmir besonders einer, wovon er im abften Abschnitt Re-chenschaft giebt, sehr wichtig. Er hatte in ein Gefäßvoll dephloglstisirter Lust, eine feuchte mit brennbarer