i66 III. Abtheilung. IV. Kapitel.
klären, das anfangs einigen Schein hat, aber nur voneinem Theile der Operation Rechenschaft giebt und dabeyüber das übrige desto mehr Dunkelheit verbreitet. Erhat sich durch Versuche überzeugt, daß Wasser und Luftdurch die Poren seiner Retorten gehen können; erstresindem es sich nach Eigenschaft der Haarröhrchen durch-filrrir, letztre durch Wirkung einer Luftpumpe. Hieraushat er geschlossen, daß das Wasser durch Filtrireil ausder Retorte käme und hier allein in Dämpfe verwandeltwäre: dies will ich hier zugeben, ob es gleich immer son-derbar scheint, daß der feuchte in der Retorte erhitzteStaub, hier keine Dampfe hervorbrächte. Aber nachdieser Erklärung von dem Heraustreten des Wassers,wird ein gleichzeitiger Eintritt der Luft noch schwerer zubegreifen. Wir können während der Operation zweyKlassen von Poren in der Retorte betrachten; durch einigedringt das Wasser nicht und durch andre dringt es.Nun wissen wir, durch den letzten oben geprüften Um-stand, daß die Luft nicht durch die ersten von diesen Porendurchgehe, weil sie sogar nicht einmal durch einen ge-wissen Druck hineingeht, wenn kein Wasser mehr in derRetorte ist. Und wie würde sie auf der andern Seitein die letzte Klasse von Poren gehen; wenn man annimmt,daß das Wasser, in seinem concreten Zustande, sich hierin entgegengesetztem Sinne bewege? Älles ist also beydiesen Phänomenen Schwierigkeit; und bis sie auf einegenungthuende Weise erklärt sind, ohne zu einer Bildungvon Luft seine Zuflucht zu nehmen, wird die Idee vonderselben nicht ohne allen Grund seyn. Da sie indeßeinen großen Theil ihrer Wahrscheinlichkeit durch diese letz-ten Versuche des D.Priestlei) verloren hatte; so bestandHerr Watt darauf, daß der Brief den er an ihn ge-schrieben, in der Societät nicht gelesen würde; ob er gleichzum vorzüglichsten Gegenstand die Erzeugung des Was-v sers