Von der Bildung des Wassers in der Luft. 165
Damit Lust von außen durch die Poren derselben hinein-dränge, mußte der Druck von innen abnehmen, odervon außen sich vermehren. Er konnte sich aber von in-nen nicht vermindern, wegen des Drucks der Atmosphäreauf das Wasser im Apparat, welcher dasselbe in die Re-torte getrieben hatte, wenn der Widerstand der innernLuft abgenommen hätte: vielmehr aber gieng Luft durchden Schnabel der Retorte heraus. Der Druck nahmvon außen nicht zu, weil er im Gegentheil abnahm, wo-von das Steigen des Quecksilbers im Recipienten kein,zweydeutiges Zeichen war. Was war also die Ursache,von diesem Durchlassen der Luft, von außen nach innenin die Retorte, das den Gesetzen der Aerostatik so entge-gen ist? Dieser Umstand des Stcigcns des Quecksilbers,im Recipienten, beweist auch auf eine andre Art, daß derDurchtritt der Luft durch die Retorte (wenn er wirklichStatt hatte) nicht von den, durch die Wärüie vergrößer-ten, Poren derselben herrührte. Denn wäre dies gewe-sen, so wäre der günstigste Augenblick für irgend einenDurchtritt der Luft durch diese Poren derjenige gewesen,da sie durch die gänzliche Zerstreuung des Wassers freygeworden. Und alsdann auch war eine gewisse Ursachevon dem Hange der Luft vorhanden, durch die Porender Retorte zu gehen; weil der Druck von außen gerin-ger als von innen geworden, um die ganze Kraft einer.Quecksilbersäule von z-st Zoll, wodurch die Luft hättemüssen aus der Retorte in den Recipienten treten, unddas Quecksilber in diesem fallen, wenn die Poren denRetorte wirklich von der Luft durchdringbar gewordenwären.
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§. 684.
D. Pn'estley versucht, indem er alle diese Schwie-rigkeiten erzählt, dies Phänomen durch em Mittel zu er-
x z klären.