Druckschrift 
Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
161
Einzelbild herunterladen
 

Von der Bildung des Wassers in der Luft. 161

ftvn anziehen, entweder aus dem Wasser das sie ent-halten oder aus der Lllft, die sie bey ihrem Entsteheneingesogen haben.

§. 679.

Auf diese Art also erklärte Herr Watt schon imApril 178z die Entstehung des Wassers durch die ge-genseitige Zersetzung der dephIogistisirte'N und inflam-madeln Luft. Diesem setzte er, aber nur als Korolla-rium eine Probe von Erklärung der letzten Versuche desD. Priestley, darauf hinzu. Er glaubte, daß man dieBildung der Luft durch Wasser in den irdnen Retor-ten dadurch erklären könnte, weil die Substanz derselbendurch die Wärme unterstützt, sich des Phlvgistons imWasser bemächtige. Und was das Phänomen mit dengläsernen Retorten betrift, wo das Wasser, welchesvon kleinen Stücken irdner Retorten eingesogen und soin die erstern gebracht ist, nur Dünste hervorbrachte,so glaubte er, daß die Dephloglstlsirung desWasserSdurch die Erde, ein Durchlassen des Phivglstons in dieäußere Luft durch die Theilchen der Erde erfordere undein Erneuern der Luft um ihr, welches in der gläsernenRetorte nicht Statt hatte.

§. 6Zo»

Herr Watt gab Herrn Priestley die Erlaubniß die-sen Brief der Königlichen Societät mitzutheilen, so wieauch seine Versuche, und dieser zeigte ihn verschiedenenMitgliedern der Societät und gab ihn endlich dem Prä-sidenten Herrn Banks, indem er ihn bat, ihn zugleichmit seiner Abhandlung vorlesen zu lassen. Aber HerrWatt wünschte darauf, daß dieser Brief in der Gesell-schaft nicht vorgelesen würde; weil er erfuhr, daß manseine Theorie zu gewagt fand, indem eine solche Sub-

Ne LücS Meteor?!, s, xh, L stanz