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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
162
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,62 III. Abtheilung. IV. Kapitel.

stanz wie das Wasser, die bisher für elementarischgehalten wurde, hier unter die gemischten Küeper gesetztwar: so daß er diese Theorie, mit dem Resultate einigerVersuche die er sich noch vorgenommen hatte, zu beglei-ten wünschte. Da ich aber bereits glaubte, daß dasWasser ein Mss'tum sey, das vorzüglich verdiente zer-legt zu werden; so ersuchte ich ihn, anstatt ihn durch die-sen Einwurf abzuschrecken, seine Theorie bekannt zu ma-chen: als er aus einem neuen Grunde wünschte, daß sienicht in der Gestalt, wie sie sich in dem Briefe an den D.Priestlep befindet, erschiene.

§. 68 l.

Der Fundamcntälversuch über die anscheinende Her-vorbringung der Luft durch Wasser, war (wie man obenaus dem ersten Briefe desD.Priestley gesehen hat); daßWasser, von Kalk oder Thon eingezogen, in eine irdneRetorte gethan und hier der Warme ausgefetzt, Luft gabvon gleichem Gewichte mit den seinigcn, ohne allen Dunst.Die einzige Idee die man dieser von einer wirklichen Bil-dung der Luft durch Wasser in diesem Versuche unter-schieben konnte, war; daß die äußre Luft in die Retortedrang, wenn ihre Poren durch die Wärme erweitert wä-ren und das Wasser durch eben dieselben entwich. Esstanden aber mehrere Gründe dieser Erklärung des Phä-nomens entgegen, i) Das erhitzte Wasser bringt noth-wendig Dämpfe hervor; im Versuche war es vom gepul-verten Kalk oder Thon cingesogen: folglich muften seineDämpfe sich in der Retorte verbreiten und daher vielmehrsuchen die Luft hier auszutreiben als der äußern Luft Zu-gang zu verschaffen. 2) Wenn dies von dem Pulvereingcsogene Wasser nur Dämpfe hervorbrächte, warumbegaben sich diese, die immer in die Luft zu steigen stre-ben, nicht oben in die Retorte um aus ihrem Schnabel

her-