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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
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160
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160 III. Abtheilung. IV. Kapitel.

In allen Fallen, wo man diese letzte Luft hervor-bringt, haben die Substanzen, deren man sich bedient,durch irgend einen ihrer Bestandtheile, eine sehr großeVerwandschaft mir dem Phlogistdll; und sogar, wiemir scheint, eine größte Verwandschaft, als der Theil desWassers, welcher die dephlogistisirte Luft bildet. BeyErzeugung dieser Luft auS Salpeter ist es bekannt,daß die Salpetersaure unter allen Substanzen die mcuste Anziehungskraft für das Phlogiston habe. Wennalso der Salpeter roth glühet, so wirkt die Saure aufdas KrystallisatipNöwasser dieses Salzes, idas, alsdannan andern Substanzen hängend, gezwungen ist, diesenGrad der Hitze auszuhalten. Die Säure dephlogisii-sirt also dieses Wasser, das Feuer giebt ihm Etenien-tarwärme und es entweicht in Lustgestalt. Man wirdohne Zweifel fragen, was denn aus der Salpetersäureund dem Phlogiston, das ich mit ihr verbunden an-nehme, werde? Ich will aber diese Frage nicht zu beant-worten suchen, bis man wisse, was für eine Substanzaus der wirklichen Verbindung dieser beyden, ohne Bey-mischung von Wasser oder andern Substanzen, entspringe.Denn was die Salpetersäure, so wie wir sie kennen,anbctrift; so nehme ich an, daß sie aus der nicht voll-kommen phlogistisirtcn Säure des Salpeters mit Was-ser verbunden, entstanden sey. In den Fällen, wo mandephlogistisirte Lust durch Alaun oder andre vitiroli-sche Salze hervorbringt, sieht man deutlicher, wo dasPhlogiston, was einem Theile des Wassers entzogenist, hinkomme; weil diese Salze immer zugleich vitriol-saure Luft geben, welche, Vitrivlsaurc mir Phlvai«stvn. einem Theile von dem Wasser im Salze und mitElementarwärme verbunden zu seyn scheint. Wennendlich dephlogistisirte Luft durch Metallkalke erzeugtwird, so nehme ich an, daß sie es sind, die das Phlogi-ston