Von der Bildung des Wassers in der Luft. 157
rein war wie die atmosvhärische: dies habe ich mit der-selben Retorte oft wiederholt. Obgleich aber diese Re-torten luftdicht sind, so ziehen sie doch Wasser ein; daherist dieses Faktum eigentlich von derselben Natur mit demcrsiern. Mit Kreide und Gyps verbundenes Wasser giebtin einer irdnen Retorte gleichfalls viel Luft."
^Jch habe die Ursache von dem Unterschiede in diesenResultaten noch nicht entdeckt. Die Thatsachen sind so,wie ich sie Ihnen erzähle und ich überlasse es Ihnen davonGebrauch zu machen. Ich glaube aber daß man jedeförmliche Bekanntmachung noch aufschieben und ihrernur als physischem Neuigkeiten erwähnen müsse, bisich die Untersuchungen weiter getrieben habe. Ich habebereits zu dieser Absicht eine Menge Versuche angestellt,wovon einige sehr merkwürdig sind, deren Erzählungaber für einen Brief zu weitläufig seyn würde."
„Es ist um so mehr wahrscheinlich,daß das Wasserin Luft verwandelt werden könne, weil, wenn ich dephlo--glstlsirte Luft mit brennbarer durch einen elektrischenFunken zersetze, ich jederzeit auch daun viel Wassererhalte, wenn die beyden Llsstarten bey ihrem Entste-hen über Queksilbcr aufgefangen und nie mit dem Was-ser in Berührung gekommen sind. Ihre Thatsachen undUrtheile darüber sind sehr merkwürdig und verdienenbesondre Aufmerksamkeit; ich hoffe Sie aber noch besserzu verstehen, wenn ich mich darüber mit Herrn Wattunterhalten habe."
§. 676.
Wie ich diesen Brief zu Paris erhielt; so theilte ichihn und den vorigen verschiedenen Mitgliedern der Aka-demie der Wissenschaften mit. Aber die Ausnahme welchedie gläsernen Retorten bey Erzeugung des Wassers
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