152 III. Abtheilung. III. Kapitel.
wächst, wie es sich hier anhäuft, und den großen Unter-schieden in der Wärme, die es hier leidet, entgehen.Aber dies Wasser nimmt von Zeit zu Zeit seine erste Ge-stalt in irgend einer Luftschichte an; und alsdann machtder Ueberfluß der erzeugten Dünste, daß sie schnell ihrManmum überschreiten; wodurch Wolken und Regenentstehen. Wenn aber gleich meine über die meteorolo-gischen Phänomene angestellten Untersuchungen mich über-zeugten, daß diese Gattung von Ursachen in der Luftvorhanden wäre; d. h. daß die Luft selbst, sich abwech-selnd bilde und zerstöre; so gestehe ich, daß ich nichtsbefriedigendes weder über die verschiedenen Gattungenvon Veränderungen gefunden habe, welche bey verschie-denen Phänomenen Statt haben müssen, noch über dieArt wie sie gewirkt sind. Ich habe viele Hypothesen überverschiedene Zweige dieser Phänomene entworfen. Dennobgleich der Regen hier seinen ersten Platz einnimmt,sowohl wegen seiner Häufigkeit als der Dunkelheit seinerUrsache; so ist er doch nicht das einzige meteorologischeRäthsel. Aber keine dieser Hypothesen hat bls zu Endedie Prüfung der Thatsachen ausgehalten. Ich will michalso jeder besondern Hypothese enthalten und nur aufdiejenigen einschränken, welche bloß Wege für die Unter-suchungen vorschreiben; wobey ich mich der Entdeckungenbediene, die man jetzt so schnell in der Lehre von den luft-formigen Flüssigkeiten macht.
Vier-