Viertes Kapitel.
Gründe für die Meinung, daß das Wasser in deratmosphärischen Luft selbst gebildet wird.
Erster Abschnitt.
Einige Umstände die sich auf die Entdeckung des Wassers inLuftgcstalt beziehen.
H b kam nack England im Anfange von 177g und ge-gen das Ende dieses Jahres hatte ich das Glück mit HerrnPriestlep zu Calne in Wiltslu're wo er damals wohnte,bekannt zu werden. Ich traf ihn mit Versuchen überdie verschiedenen Luftarten sehr beschäftigt an, die erdas folgende Jahr herausgab und er hatte die Gute siemir mitzutheilen. Betroffen, wie ich schon damals war,über die Erzeugung des Regens in trockner Luft, überdas Erscheinen und Verschwinden der Wolken ohne an-scheinende Ursache, über die plötzlichen Ungewitter die sichin stiller und durchsichtiger Luft bildeten, über den Hagelund Donner die sie oft begleiten; kurz über alle großemeteorologische Phänomene deren Ursachen für mich im--mer dunkler wurden; stimmte die Unordnung, die dar-aus in meinen meteorologischen Ideen entstand, so gutmit der aufkeimenden Ungewißheit über die Natur derLuft selbst zusammen, daß ich weit zufriedener wurde.D. PrieMl) bewunderte selbst die Wirkung, welche dieMetamorphosen die er unter meinen Augen hervorbrachte,auf mich hatten so sehr, daß er mir deswegen nach undnach alle seine Entdeckungen, die mir wichtig seyn konn-ten, mittheilte.
K 5 §. 67z.