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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
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150
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150 III. Abtheilung. III. Kapitel.

in diese Gegend gelangten. Herr von Slaussure schloßdaraus die Bildung der Wolken durch die bloße Aus-dünstung von einigen Stunden, indem er annahm, daßeine Bewegung der Luft von oben nach unten hier als-dann die Dünste hinbrachte, und er zweifelt nicht, daßdieses die Wirkung von dem beständigen Aufsteigen derDünste sey, die, indem sie in die kalten Schichten kom-men. hier den Gesetzen der Hygrologie unterworfen blei-ben. Denn es ist fast immer ein größrcr Unterschied inden Temperaturen der obern und untern Schichten derAtmosphäre bey Tage als bey den letztern zwischen demTage und der Nacht in Norden von Europa: und wirwissen, daß durch diesen letztern Unterschied in den Tcm.pcraturen, die Dünsse Nebel bilden, welche die Lufttrübe machen.

§. 669.

Es ist also die beständige Durchsichtigkeit der ho-hen Schichten der Atmosphäre (wahrend langer Reihenvon schonen Tagen und ohngeachtct des Unterschiedes desTages und der Nacht) eines von den großen Geheimnissender Natur und zugleich eines ihrer Wunder. Die Aus-dünstung giebt das Wasser des Regens her, wir wuß-ten dies durch Vergleichung der Mengen von beyden;aber wir dachten nicht an die Zeit, welche zwischen demAufsteigen und Fallen dieses Wassers verfließt. Wirwußten, daß eine bestandige Kälte in den obern Gegen-den der Atmosphäre herrsche; der ewige Schnee, welcherdie Gipfel hoher Gebirge in allen Klimaten bedeckt, be-lehrte uns darüber; und wir bedachten nicht, daß, wenndas ausgedünstete' Wasser seinen ersten Zustand behiel-te, indem es sich in der Atmosphäre um Regen zu bil-den sammelt, ein beständiger Nebel die obern Luftgegen-den anfüllen müßte. Wir erstaunten nicht, sage ich, über

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