143 UI. Abtheilung, lll. Kapitel.
nach Mittag dic Luft anfangt sich zu trüben: und in die-sem Falle scheint die Höhe, welche der Nebel erreicht,diejenige anzuzeigen, wo die Dünste noch alle in ihremersten Zustande vorhanden find und also den Gesetzen derHygrologie folgen. Ich habe mehrmalen dies Phänomenan den Küsten der Nordsee beobachtet und Herr Watthat es mir, durch ähnliche Beobachtungen an der West-Küste von England, bestätiget. Er schreibt mir darüberfolgendes: „Ich habe in Cornwallis beobachtet, fast anallen heißen Tagen, da ein West oder Nord-West Windherrschte, daß, etwa um 2 oder spätestens um 4 UhrNachmittags, sich ein Nebel auf dem Meere bildete undahmahlich über das Land erstreckte, wo er große Feucht-heit und Kühle hervorbrachte: er nahm aber ab, so wieer sich von dem Meere entfernte und ich glaube, daß erselten die Ost-Küste der Halbinsel erreichte.- Dies zeigtden Unterschied, den ich oben angegeben habe, zwischendem Meere und dem Lande bey einer langen Reihe vonschönen Tagen: wenn letzteres nicht feucht ist, so zerstreuensich die Nebel dic ihm vom Meere zukommen, bald: istes aber feucht, wie gewöhnlich die nördlichen Seeküstcn,so bilden sich hier die Nebel zu gleicher Zeit, wie aufdem Meere.
§. 667.
Dies ist also der Gang der allgemeinen Phänomene,sowohl der Ausdünstung als der Dünste die sie her-vorbringt, während langer Reihen schöner Tage undsogar zu jeder IahrSzeit. Wie auch der Zustand der Luftsey, so hört die Ausdünstung nie auf: und der Unter-schied der Nacht und des Tages hierin ist so groß nicht,wie man sich gewöhnlich einbildet; weil der Boden nurlangsam die Warme verliert, dic er bey Tage erlangthat, und die Temperatur der Oberflache großer Wasscr-
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