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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
147
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Zustand zwischen der Ausbaust, u.d. Regen. 147

ersetzt die Höhe der atmosphärischen Säulen, in Verglei-chung mir denen der eingeschlossenen Luft. Wenn alsodie Dünste ihre Natur in der Atmosphäre nicht änder-ten, so mästen sie hier die Fcuchtheit von Tage zu Tagevermehren und sie endlich sogar zu ihrem Mapimmnbringen, von Schichte zu Schichte bis zu den Gränzender merkbaren Atmosphäre. Indeß wollen wir die Er-fahrung fragen. Diese Ausdunstung ohne Regen dauertzuweilen einige Monate auf der ungeheuren Fläche derMeere und einem großen Theile des festen Landes, und ohn-geachtet dieser großen Dauer ändert sich gewöhnlich inder Feuchlheit der untern Schichten ldber dem Meerenichts; oder wenigstens haben die Verändrungen, welcheman hier zuweilen bemerkt, keine Verbindung mit dieserUrsache. Auf dem Lande hingegen nimmt die Trockeneheil immer zu. Die Bermindrung der Wärme des Nachtsbringt einige Zeit Thau hervor; aber dies Symptomnimmt von Tage zu Tage ab und hört sogar zuweilen end-lich auf. Auf dem Meere ist der Thau anhaltender;aber der, welcher das Verdeck und die Seegcl der Schiffebefeuchtet, hat so wenig Verhältniß niit der in 24 Stun-den ausgedünsteten Menge Wassers, daß ihn die erstenSonnenstrahlen zerstreuen.

§. 666.

In denKlimaten, wo die Luft nach Sonnenunter-gang noch heiß gcnung bleibt, daß die Dünste, die sichnoch in ihren untern Theilen befinden, ihr Mak'iMUMnur langsam übersteigen, trübt die Entstehung desThaues ihre Durchsichtigkeit wenig. Aber in den käl-tern Klimaten, wie der Norden von Europa, wo derUnterschied in der Temperatur des Tages gegen die Nachtbetrachtlich gcnung ist, ereignet es sich oft auf den Was-sern oder in feuchten Gegenden, daß 2 ober Z Stunden

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