146 III. Abtheilung. M. Kapitel.
Drittes Kapitel.
Von der Zwischenzeit zwischen der Ausdünstung unddem Regen.
^ ^ach allem, was ich in den beyden vorigen Kapitelnüber den Regen und die Gewitter gesammelt habe,bin ich bewogen zu glauben; daß zwischen der Ausdün»siung des GaasterS (d.i. seinem unmittelbaren Aufsteigenin die Atmosphäre,) und seinem Fallen als Regen, esdurch einen Zustand geht, wo es sieb dem Hygrometerentzieht: daher sind die Gesetze der Hygrv'ogie nicht zu-reichend zur Erklärung dieses ersten unter den meteorolo-gischen Phänomenen. Ich werde aber jetzt zeigen, daßwir auch durch die Phänomene der schönen Tage auf die;sen Schluß geleitet werden.
Wir wollen uns an die erste Quelle des Wassers, dassich in die Atmosphäre verbreitet, versetzen, ich meine andie ungeheure Oberfläche des Meers: oder vielmehrwol-lcn wir von dem Ende einer Regenzeit die einen großenTheil der Erde tief mit Wasser getränkt hat, ausgehen unddiesen Theil mit dem Ocean verbinden und so diese unge-heure Quelle von Dünsten umfassen. Die Ausdehnungeiner solchen Oberfläche von Ausdünstung, bringt noth-wendig den Theil der Atmosphäre der auf ihr ruht, wasdicS Vermögen sich mit Dünsten zu vermischen betrift,zu demselben Zustande, in dem sich eine über Wasser ineinem Recipienten eingeschlossene Luftmasse befindet; dennihre Basis giebt überall Dünste', und die Dauer derAusdünstung wahrend einer langen Reihe schöner Tage
§. 664.
§. 665.
ersetzt