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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
124
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,24 III. Abtheilung. II. Kapitel.

Alle Physiker gestchen ein, daß das elektrische Flnidumin der Atmosphäre verbreitet sey; sie gestehen auf gleicheArt ein, daß dies Flnidum, in seinen Bewegungen, solange es in einer dichten Luft enthalten ist, gehemmt, sichmit größter Freyheit im leeren Raum oder einer ver-dünnten Luft bewegt; z. B. inwendig in einem gut aus.geleerten Recipicnten. In einer großen Höhe also, wodie Luft eben so verdünnt ist, als in unsern Nccipientenund sogar noch verdünnter, muß das elektrische Fluidumdie freyesten Bewegungen haben. Es muß dadurch dergrößten Wirkungen fähig seyn, weil es sich von einemOrte zum andern bewegen kann, in sehr großer Mengeund mit der ihm eignen ausnehmenden Geschwindigkeit."Dies ist demnach die Gegend, in der, wieHerr von Emus-sure glaubt, das elektrische Flnidum, welches das Ge-witter bildet, sich aufhält. Die Thatsache selbst abervon der er ausgeht, um diese Hypothese zu unterstützen,nämlich die Durchdringbarkeit der dünnen Luft für daselektrische Flnidum, scheint mir ein Einwurf dagegen.Jedesmal daß sich dieses FluidMN in der dünnen Luftausbreitet, wird es hier leuchtend, wenn es sich also indiesen Gegenden aufhielte, müßten wir es daselbst beyNacht sehen: oder es würde sich vielmehr daselbst zer-stören; weil es sehr wahrscheinlich ist, daß alle diejenigenTheilchcn, welche alsdann Licht hergeben, sich in diesemAugenblick zersetzen, und indem es sich in einem großenRaume bewegt, werden sie sich alle zerstören.

§. 6g?.

Wir wollen aber das Phänomen, worauf Herr von(Aullsstire sich stützt, noch näher untersuchen und sehenwas das elektrische Fluidum bestimme, die Ranme wodie Luft dünne ist, zu durchstreichen. Geschieht es, wieer glaubt, weil die Luft seine Bewegungen hemmte

und