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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
125
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Von den Gewittern. 125

und es sich nun frSlwr bewegen könnte? Wäre dies, somüßte die Lust, so oft wir sie in einem Neeipientcn ver-dünnten, leuchtend werden; denn das elektrische Flui-dum, was die angränzenden Körper bestündig besitzen,würde sich dahin wenden: aber dies geschieht nicht. Daselektrische Fluidum tritt also nicht in die verdünnteLust, weil die Diente es aufhalt' sondern allein, weilsene es von einem Körper der mehr hat, zu einem derweniger harte durchlassen kann: anstatt daß die dichteLuft es nicht mehr als Glas oder Harz durchläßt. Solange also kein unterbrochenes Gleichgewicht zwischen zweydurch die Luft getrennten Körpern ist, hat die Verdün-nung derselben keinen Einfluß auf das elektrische Flut-dllM und es verlaßt die Körper nicht welche es besitzen.So belege man z. B. mit einer leitenden Platte oben denNeeipientcn einer Luftpumpe und verdünne die Luft hier,und man wird kein elektrisches Symptom gewahr werden,(wenigstens keines, was von Verdünnung der Luft her-rühre). Wenn man aber alsdann, die Belegung des Rc-cipicnten mit dem Rcibzeuge einer bewegten Elektrisirma-schine, in Verbindung bringt, so wird man sogleich Lichterscheinen sehen; wegen des Eintritts einer gewissenMenge von elektrischem Fluidum, das sich von demTeller der Pumpe nach der Kuppel des Recipienten bege-ben wird. Wenn man also keine negative Kuppel überder merkbaren Atmosphäre annehmen will, so muß daselektrische Fluibum was sie besitzt, ihr verbleiben; undwenn es sich alsdann oben in die Atmosphäre begäbe, sogeschahe es nicht um sich hier anzuhäufen, sondern alleinum das Gleichgewicht wieder herzustellen. Mit einemWorte (wie ich im §. 522 sagte) alle elektrische Phäno-mene stimmen darinn überein, das Fluidum welches sieveranlaßt, als einen Schmarvtzerdunst (Vap. paia-ssce) ansehen zu lassen, der immer mit einer merklichen

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