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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
123
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Von den Gewittern. 12z

erleichtere das Verständniß der größten Phänomene inder Meteorologie " Was aber Herr von Sausslll'e' indiesem Betracht meinen Grundsätzen zugesetzt hat, ichmeine die Auflösung der Dünste durch die Luft, scheintmir im Gegentheil die Schwierigkeit zu vermehren. AlsFolgerung aus dieser Veränderung sagt er unter andern§. i >5.: Die Luft muß die Theilchen der Dunste mitgeringerer Kraft anziehen, wenn sie verdünnt ist, wennihre Theile in geringerer Anzahl da sind, als wenn siedicht ist." und wendet darauf diesen Grundsatz auf dieMeteorologie an, und sagt §. ia8.: .Dieselben Gradedes Hygrometers, welche auf unsern Ebnen eine gewisseMenge von Wasser, das in der Luft enthalten ist, anzei-gen, zeigen eine weit geringere auf hohen Gebirgen an."Daraus hat er ohne Zweifel geschlossen, daß die Dünstein der verdünntesien Luft existiren könnten, aber inwelcher Menge? Indem sie beym MM'tiMlin ^ dieserLust (§. 288.) und noch weniger ausmachen, durch denoben angenommenen Grundsatz. Alsdann nun kann ichnicht begreifen, wie daraus irgend ein großes meteoroilogisches Phänomen entspringen könne. Auch sehenwir, daß die Hypothese der Dünste als unmittelbaresProdukt der Ausdünstung, und noch in diesem Zustandeexistirend, den Phänomenen, welche Herr von Saussuredurch sie zu erklären sucht, nicht Genüge thut.

§. 646.

Ein andrer meteorologischer Grundsatz, (sagt erH. 279.) der nicht wie die vorigen auf unbezweifelteThatsachen gestützt ist, mir aber den höchsten Grad derWahrscheinlichkeit, den eine physikalische Hypothese er-reichen kann, zu haben scheint, ist der von der Gegen-wart und freyen fortdaurenden Wirkung des elektrischenFlrudums in den höchsten Schichten der Atmosphäre.

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