122 III. Abtheilung. II. Kapitel.
dies ist die wichtigste Betrachtung für die Meteorologie,wenn jedes Rcgengewöik sich nur aus Dünsten bildet,die an dem Orte selbst, den es einnimmt, entstehen, sowar das clekmscbc Fluid'.iw, welches aus einigen die-ser Gewölle ausführt, nicht in Dünste, die zuvor exi-stieren. eingeschlossen; seine Bestandtheile oder es selbstcxistirtcn unter einer andren Form; eben so wie dasWasser, welches sich zu gleicher Zeit offenbart. Umalso die Ursache des Blitzes zu finden, müßte man zuerstdie der Gewölle entdecken, aus denen er ausführt, undman wird nur alsdann erst sicher seyn, die wahre Ursachezu kennen, wenn man alle vorzügliche Phänomene dieserGewölke wird erklären können.
Vierter Abschnitt.
Von der Erklärung der Gewitter durch Herrn von Saussure.
§. 645.
Damit ich um so mehr die Nothwendigkeit der Unter-suchungen über die Gewitterwolken zeigen könne; sowerde ich die Ideen eines Physikers darüber prüfen, dersich am meisten mit der Meteorologie beschäftiget, unddie meisten wirklichen Entdeckungen über diesen Gegen-stand durch direkte Versuche gemacht hat; der aber, vonden hergebrachten Ideen über die Ausdünstung undBeständigkeit der Luft überzeugt, aus seinen Entdeckun-gen nicht die Folgen gezogen hat, welche daraus zu Des-sen scheinen. Herr von Saussure, von dem ich auchhier rede, sagt (imAnfange des Z.Kap. imIV .VersUÄ)über die Hygrvmetrie, welcher von den Gewitternhandelt): „Die Grundsätze, welche wir über die Naturder Dünste, über ihre Elasticität und die Möglichkeitihrer Existenz in der vcrdünntestcn Luft, festgesetzt haben,
er-