Von den Gewittern. 119
tcn Wasser überflüßig geworden, fahren ließe- Hier-aus zog er den Schluß; daß das elektrische FllliduiNunaufhörlich der Erde entzogen und in die Luft gehobenwürde, durch Vermittelung der Dünste; und daß dar-aus der Donner entstände, wenn eine große Menge vonDünsten sich plötzlich in Wasser verwandle. DieseHypothese schien durch die Verdoppelung des Regensbestätiget, welche gewöhnlich den Donner begleitet.Und da der Gang des Feuers in der Ausdünstung demhier angenommenen ähnlich ist, und das Feuer großeVerhältnisse mit dem elektrischen Fluidum hat; so er-hielt sie dadurch eine neue Wahrscheinlichkeit.
§. 64Z.
Aber Herr von Sausture hat durch direkte Ver-suche, den Grund, worauf sich diese Hypothese stützte,zerstört. Er schloß mit Recht, daß, wenn die, durchVerdunstung deö Wassers auf Kohlen, angezeigte nega-tive Elektricität, von der Ursache herrühre, welche ihrHerrVolta zuschrieb, jeder heiße Körper, welcher Was-ser in Dünste verwandelt, dieselbe Modifikation erlei-den müsse: er wiederholte diesen Versuch indem er ihnauf verschiedene Arten abwechselte und fand; daß dieplötzliche Ausdünstung öfterer die positive als negativeElektricität hervorbringe; oft auch gar keine erzeuge;und vorzüglich, daß in allen Fällen, wie sie auch übri-gens seyn mögen, wo die Ausdünstung langsamer unddadurch derjenigen ähnlicher ist, welche das elektrischeFluidum des Blitzes hätte hergeben müssen, gar keineWirkung von dieser Art vorhanden sey. Diese Versuche,(welche Herr von Sallsslire in dem so eben erschienenenBande seiner Alpenreise erzählt) sind schon weit genunggeführt, um zu vielen Betrachtungen, über die Naturdes elektrischen Fluiduins Anlaß zu geben; und es ist
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