nZ III. Abtheilung. II- Kapitel.
damit er sich erneure, obgleich dieselben Ursachen nochfortdauern. Dabey muß ich anmerken, daß in einem sol-chen Laboratorium, wie die Atmosphäre ist, wo alle Ur-ingredicnsien ausdehnbare Flüssigkcilen sind; wenndiese Flüssigkeiten auf einander wirkend, eine gewisseWirkung in einem gewissen Raume hervorgebracht haben,einige Zeit nothig sey, damit die Umstände sich wieder indenselben Zustand versetzen und dieselbe Wirkung hervor-bringen oder daß irgend eine neue Wirkung aus jener ent-springe. Ich will aber noch nicht auf diesen letzten Fol-gerungen bestehen.
Dritter Abschnitt.
Vom Donner.
§. 642.
Alle Phänomene der Gewitterwolken sind in dem-selben Grade dunkel und werden sich vermuthlich nur zu-sammen erklären lassen. Welch ein Geheimniß sind dieStröme von elektrischem Fluiduin, die aus diesen Ge-wölben gehen! HerrVolta hatte ihnen eine, dem erstenAnscheine nach, sehr wahrscheinliche Ursache zugeschrieben,welcke auf einer Thatsache gegründet war, die HerrGavallo bald hernach bestätigte, nämlich: daß wennman auf glühende Kohlen in einem isolirten metallenenKörper Wasser giest, dieser Körper Zeichen von negati-ver Elektricität giebt. Nach diesem Faktum hatte HerrVoita geschlossen; daß das Wasser, indem es sich inDünste verwandelt, eine größre Kapacität für daselektrische Fluidum erhielte: daß es dasselbe also, denKörpern, auf denen es verdünstete, raubte, und daß es,wenn es seinen vorigen Austand wieder annähme, dieseMenge von elektrischem Fluidum, die in dem gebilde-ten