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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
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114
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III. Abtheilung. II. Kapitel.

vorzubringen, mehr Dünste hätten, als in den unternSchichten oder in denen selbst, wo die Wolken sich bil-den, zu seyn schiene; ich habe aber nichts bemerkt, wasdiese Meinung begünstigte.

Zweyter Abschnitt.

Vom Hagel.

§. 640.

D'.e plötzlichen Gemittet' vom Hagel und Donnerbegleitet, gehören auch unter die Zahl der Phänomene,welche uns zeigen, wie viel Ursachen uns noch in derAtmosphäre zu entdecken übrig sind. Der Hage! ist einSymptom von großer Erkaltung; aber woher rührtdiese unmittelbare Ursache? Wir kennen die Wirkungeiner zum Gefrieren gehörigen Temperatur, welche dieganze Wolkenschichte umfaßt; es bildet sich alsdannstatt des Regens, Schnee. Wenn dieselbe Tempera-tur unter den Wolken herrscht, so fällt der Schnee bisin die Ebnen, ohne seinen Zustand zu ändern; wenn aberdie untern Schichten heiß genug sind, ihn zu schmelzen,so löst er sich in Regentropfen auf. Daher geschiehtes oft im Frühling und Herbst, daß es auf den Ebnenregnet, unterdessen es auf den Gebirgen schneit: derSchnee bildet sich alsdann in allenGewölken, erschmilztaber, eh: er die Ebnen erreicht. Unabhängig von dem,was uns also die Erfahrung drüber lehrt, was aus einerzum Gefrieren gehörigen Temperatur entspringt, wennsie die ganze Schichte der Regenwolken umfaßt, ist esleicht zu begreifen, daß daraus keine andere Wirrung ent-stehen könnte. In diesem Falle müssen sich die wästtügen Bläschen, so wie sie sich durch zu großen Ucberflußzerstören, in Flocken gruppirenp welche mit der ganzen

Schichte