Von den Gewittern. uz
§. 6gy.
Es giebt Zeiten, wo die Luft zu den Platzregen ge-schickt ist, ich habe aber in den Umständen die sie beglei-ten, nichts entdecken können, woraus man eine Theorieentwerfen könnte, die sie weder gewissen Jahrs- nochTageszeiten zuschriebe; denn es giebt bey dem (Achneewie beym Regen solche Ergießungen, und diese Anfälleereignen sich des Morgens und Abends, bey Tage unddes Nachts. Ich glaube zwar, daß, wenn man diesePhänomene anhaltend beobachtete, und alle ihre Umständeanmerkte, man sie durch einige von ihnen häusiger, alsdurch andre finden wurde; ich habe aber dabey nichtsbemerkt, wovon die Hygroloaie Rechenschaft gebenkönnte, obgleich, was diese betrift, immer der haupt-sächlichste Gegenstand meiner Aufmerksamkeit war. Wenndie Luft zu diesem Phänomen geneigt ist, so sieht manoft Ge'Wvlke die es erzeugen, gegen irgend einen Punktdes Horizonts; zuweilen dem Winde zur Seite, ein an-dermal unter dem Winde, oder zu beyden Seiten. Oftfangt das Phänomen an und endigt sich an derselbenStelle; aber andremale durchläuft, dem Schein nach, das-selbe Gewölk einen großen Raum, und verbreitet inseinem ganzen Zuge NegkN. Es kann auch kommen,daß ein gewisser Ort nur einen einzigen Platzregen andemselben Tage erhalt; aber öfter wiederholen sie sichjedesmal mit einem Sturmwinde, und mit einer Wind-stille in den Zwischenzeiten. Endlich geschieht es auch,daß jene Regen nur das Vorspiel von anhaltendem Regensind. Alsdann vereinigen sich die Wolken, die Wir-belwinde hören auf, es fängt ein regelmäßiger Regenan und dauert zuweilen einige Tage. Dies sind die That-sachen: ich habe sie lange beobachtet, um zu entdecken,ob die sehr hohen Gegenden der Atmosphäre, durch einverständliches Snmptom anzeigten, daß sie, um sie hcr-Le kiicS Meteorol. 2. Th, H vor-