Von dem Regen. ioz
mitgetheilt; weil ich sodann allein anfieng, etwas vonihren allgemeinen Phänomenen zu begreifen: und nachdenselben Ideen behandelte ich auch die meteorologischenPhänomene in meinem ersten Werke. Herr le Sage,dessen Untersuchungen mir seit 174g. oder 1744. bekanntwaren, war durch eignes Nachdenken auf dieselbe Ideewie Herr D. Bernoulli, über die unmittelbare Ursacheder Ausdehnbarkeit elastischer Flüssigkeiten, gekommen,nämlich: daß sie aus einer schleunigen Bewegungihrer Bheilchen nach jeder Richtung entspränge.Ich nahm also diese Fundamentalidee an, die ich, von§.285. an, vorlegte; indem ich wegen der weitern Um»stände auf den X. Abschnitt der Hydrodynamik des HerrnBernoulli verwies, wo er bewiesen hat; daß dieseHypothese alle allgemeine Phänomene der elastischenFlüssigkeiten erklärt. Dies war inzwischen noch nichthinreichend, um auf Entdeckungen in der Meteorologiezuführen: und diese Hypothese allein hätte mich nichtzu Untersuchungen angereizt. Aber Herr le Sage ent-deckte bald darauf einen sehr begreiflichen Mechanismus,woraus er nicht nur die allgemeinen Gesetze dieser Flüs-sigkeiten, sondern auch sehr wichtige besondre Gesetze her-fließen ließ, nämlich; 1) daß, wenn diese Thcilchen ihreBewegung verloren haben, (indem sie dieselbe andrenKörpern durch Stösse mittheilen) sie dieselbe bald wiederannehmen, durch dieselbe immer wirkende Ursache, diesie hervorbringt; 2) daß inzwischen diese Theilchen nurallmälig ihre Bewegung, auf die Art fallender Körper,wieder annehmen; welches besondre Phänomene dieserFlüssigkeiten, die zuvor sehr dunkel waren, erklärt;g) daß die Theilchen verschiedener Flüssigkeiten ver-schiedene Bewegungen haben können, und so gar vonunzähliger Verschiedenheit, nicht nur in Absicht der Ge-schwindigkeit, sondern auch der Richtung; welches ein
G 4 weites