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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
94
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H4 III- Abtheilung. I. Kapitel.

der Nildung der Dünste erhalten. Eine solche oft isolirteWolke verbreitet Regen, weil ihre Oberflache zu we-nig Verhältniß mit ihrer Masse hat, als daß die aus-wendige Verdunstung die Bildung der Dünste in ihremSchooße ersetze; und sie wird um so dunkler, mit Fran-ze» versehener und rcgnigtcr, je schleuniger sich hier dieDünste bilden. Der Regen hört also unter ihr auf,und sie zerstreut sich, sobald die Quelle Dünste herzu-geben aufhört.

§. 622.

Die anhaltendsten Regen kommen von Wolken--schichken, welche den ganzen Himmel bedecken, und sinddiejenigen bey denen das Barometer am meisten fällt.Alsdann umfaßt die Ursache der Dünste eine ganze Luft-schichte in einer großen Strecke; und sehr oft, nachdemdas Barometer durch sein Fallen einen solchen Regenangezeigt hat, steigt es in dem Augenblicke da er sich bil-det und fahrt so lange er anhält, zu steigen fort. DieseBemerkung hat mein Bruder bey seinen Beobachtungengemacht: ich erzählte sie, aber nur als ein Faktum, dasich nicht erklären kann; denn es muß nothwendig mit derursprünglichen Ursache des NegenS, die mir unbekanntist, zusammenhängen. Die Tropfen entstehen in diesenausgebreiteten Schichten, durch denselben, oben beschrie-benen, Mechanismus; und sobald sie sich bilden, fallendie Wolken entweder durch Vermehrung des Gewichtsder Bläschen, welche, ohne sich zu zerstören , Tropfenaufnehmen, oder durch die Bildung neuer Wolken unterder allgemeinen Schichte.

§. 62z.

Ich habe oft Rogen aus den Gebirgen ausgehalten;und stets auf seine Phänomene aufmerksam, ihn gedul-diger