Von dem Regen. 9z
diese treffen unterweges andre Bläschen an, welche siezerstören, indem sie sich ihres Wassers bemächtigen,oder welche sie bloß überladen; und diese letzten sinkendurch Vermehrung ihres Gewichts unter die Masse derWolken, wahrend daß das Hinzuthun andrer Bläs-chen , oder das Antreffen größerer Tropfen sie zerstört.Von diesen überladenen Bläschen, rühren die hängen-den Franzen ab, welche man zuweilen unter den Wolkengegen den Horizont zu sieht. Die Erfahrung hat gelehrt,das: es alsdann unter diesen Wolken regne, obgleichdiese Franzen nicht der Resten selbst sind, sondern nurBläschen, welche durch Vermehrung ihres Gewichtsfallen. Die Tropfen zerstören diese Bläschen immermehr und mehr; daher jene Franzen sich in der Luft selbstin Spitzen endigen, oder immer dünner werden: so daßsie gewöhnlich die Erde nicht berühren, weil unter ihnenkeine Tropfen mehr sind.
8. 6ai.
Man nennt gewöhnlich die Phänomene dieser letztenKlasse Restensäulen, und in der That kann man dieseFranzen nur dann gewahr werden, wenn der Regensich in iraend einem besondern Theile der Wolken bildet,oder selbst in einer einzigen Wolke. Diese Säulen nuncharakrerisiren sehr stark die Natur ihrer Ursache, (so wiediejenige eines ,eden Regens) wenn man die Menge desWassers bedenkt, welche eine von diesen dicken schwarzenmir Franzen versehenen Wolken auf ihrem Wege ver-breiten kann, ohne etwas von ihrer Dunkelheit zu ver-lieren. Es scheint mir, sage ich, daß man dies Phäno-men mir durch diese allgemeine Idee erklären kann; daßdre Wv!k?n in sich selbst die Quelle der Dünste haben,welche sie hervorbringen, und daß sie sich, vhngeachtetder Menge Wassers, die sie absetzen, nur durch die Dauer
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